Theorie & Praxis

Hier erhältst du eine Übersicht zu den wichtigsten Informationen zur Theorie- sowie Praxis-Prüfung inkl. einer Übersicht über die wichtigen Führerschein-Lizensen.
TheoriePraxis

THEORIE

Letzte Aktualisierung: 03.06.2018

Führerscheinprüfung (Theorie)

Für die meisten Führerscheinklassen musst du sowohl eine praktische als auch eine theoretische Führerscheinprüfung absolvieren. Führerscheinklassen, für die keine extra Theorieprüfung abgelegt werden muss, sind z.B. die Klassen BE (Auto-Führerschein mit Anhänger), DE (Bus-Führerschein mit Anhänger) und C1E (kleiner LKW-Führerschein mit Anhänger).

Die theoretische Führerscheinprüfung

Die Theorieprüfung wird über einen sogenannten Multiple-Choice-Test abgenommen. Das bedeutet, du erhältst zu jeder Frage vorformulierte Antwortmöglichkeiten. Die richtigen Antworten musst du durch ein Kreuzchen markieren, wobei auch mehrere Antworten richtig sein können. Nur bei Zahlenfragen weicht das Verfahren etwas ab: Hier musst duselbst die richtige Zahl in ein Kästchen eintragen. Jede Frage hat zwischen 2 und 5 Fehlerpunkten. Die Summe aller falsch beantworteten Fragen ist entscheidend, ob du die theoretische Führerschein-Prüfung bestanden hast. Aus der nachfolgenden Tabelle kannst du die erlaubte Fehlerpunktanzahl für deine Klasse entnehmen. Für die Prüfung der Klasse B sind bspw. nur 10 Fehlerpunkte erlaubt, jedoch dürfen Sie nur 1 Frage mit 5 Fehlerpunkten falsch beantworten.
Klassen Zulässige Fehlerpunkte
Ersterwerb Erweiterung*
Mofa 7
AA1M,BSTL 10 6
C1 10
C 10
CE 10
D1 10
D 10
Klassen Zulässige Fehlerpunkte
Ersterwerb Erweiterung*
AA1M,BSTL 10 6
B + C1 10 + 13 6 + 10
B + C 10 + 13 6 + 10
B + C + CE 10 + 13 + 13 6 + 10 + 10
B + D1 10 + 13 6 + 10
B + D 10 + 13 6 + 10
Bitte beachte, dass die erlaubte Fehlerpunktzahl auch davon abhängt, ob du eine einzelne Führerscheinklasse oder eine Kombination mehrerer Klassen absolvieren möchtest. Zum anderen ist entscheidend, ob es sich bei der Führerscheinprüfung um einen Ersterwerb oder um eine Erweiterungsprüfung handelt

Die PC-Prüfung

Seit Anfang des Jahres 2010 ist bundesweit die sogenannte PC-Prüfung eingeführt worden. Somit werden die Fragen nun nicht mehr mit dem Bleistift auf Papier beantwortet, sondern an einem PC per Mausklick. Die Prüfung am PC ist nicht schwerer als auf Papier.

 

Hier ein paar Fragen und Antworten …

Wo findet die Führerscheinprüfung statt?
Normalerweise absolvierst du deine Theorie-Prüfung in den Räumlichkeiten der Dekra oder des TÜV. In manchen Fällen kann es auch vorkommen, dass ein amtlich anerkannter Sachverständiger oder Prüfer in deine Fahrschule kommt, um vor Ort die Prüfung abzunehmen.
Wie melde ich mich zur Theorie-Prüfung an?
Bevor du zur theoretischen Führerschein-Prüfung zugelassen wirst, musst Du einige Bedingungen erfüllen:

  • Du musst mindestens die 14 gesetzlich vorgeschriebenen theoretischen Unterrichtseinheiten besucht haben.
  • Dein Fahrlehrer muss von deinen Kenntnissen überzeugt sein. Zu diesem Zweck musst du in vielen Fahrschulen einen Test-Fragebogen ausfüllen und bestehen.
  • Du musst von deiner Fahrschule eine Ausbildungbescheinigung erhalten haben.
  • Du darfst frühestens 3 Monate vor Erreichen des nötigen Mindestalters zur Theorieprüfung.

In aller Regel meldet dich dein Fahrlehrer dann bei der Prüfstelle (TÜV oder Dekra) für die theoretische Führerschein-Prüfung an. Viele Fahrschulen bieten übrigens auch Ferienintensivkurse an, in denen du schnell und kompakt deine theoretischen Pflichtstunden ablegen kannst.

In welchen Sprachen kann die Führerscheinprüfung gemacht werden?
In Deutschland wird die theoretische Führerschein-Prüfung logischerweise standardmäßig in deutsch abgenommen. Jedoch besteht auch die Möglichkeit, die Prüfungsbögen in vielen Fremdsprachen zu beantworten.

  • Deutsch
  • Englisch
  • Türkisch
  • Russisch
  • Französisch
  • Italienisch
  • Kroatisch
  • Polnisch
  • Portugiesisch
  • Rumänisch
  • Spanisch
  • Griechisch
Was wird in der Theorie-Prüfung abgefragt?
In der Theorieprüfung werden Fragen zu zwei wichtigen Hauptbereichen und Unterbereichen gestellt.

(1) Grundstoff
1.1 Gefahrenlehre
1.2 Verhalten im Straßenverkehr
1.3 Vorfahrt, Vorrang
1.4 Verkehrszeichen
1.5 Umweltschutz
1.7 Technik
1.8 Eignung und Befähigung von Kraftfahrern

(2) Zusatzstoff
2.1 Gefahrenlehre
2.2 Verhalten im Straßenverkehr
2.4 Verkehrszeichen
2.5 Umweltschutz
2.7 Technik
2.8 Eignung und Befähigung von Kraftfahrern

Detailliertere Informationen findest du hier.
Fragenkatalog

Muss ich Lehrmaterial in der Fahrschule kaufen?
Bei Gesamtkosten von bis zu 3.000,00 € für einen Führerschein Klasse B sind Kosten für Lehrmaterial von 50,00 bis 100,00 € ein vergleichsweise geringer Betrag. Der Verkauf von Lehrmaterial zur Vorbereitung auf die Theorieprüfung ist für viele Fahrschulen ein äußerst lukratives Geschäft, bei dem Gewinnmargen von mehreren 100 % keine Seltenheit sind. Oft enthält der von der Fahrschule verwendete Vordruck des Ausbildungsvertrages bereits einen Posten “Lehrmittel” oder “Lehrmaterial”, so dass die Fahrschule nur noch den Preis eintragen muss. Lehrmaterial gibt es als Lern-Software auf CD, gedruckte Fragebögen aus Papier, Lehrbuch oder PDA’s mit vorinstallierter Lernsoftware zum Ausleihen. Seit Einführung der Theorieprüfung am Computer geht der Trend eindeutig zum Online-Lernsystem und zur App für Smartphone und Tablet. Gerne werden von Fahrschulen sogenannte “Lernboxen” verkauft, die verschiedene Lehrmittel enthalten. Vor dem Kauf der Lernbox kann der Fahrschüler nicht testen, ob er mit den enthaltenen Lehrmitteln gut lernen kann. Einmal gekauft, entsiegelt und getestet, verweigert die Fahrschule zu Recht die Rücknahme und die Erstattung des Kaufpreises.

Wenn sich der Fahrschüler sein Lehrmaterial nicht in der Fahrschule kauft, geht der Fahrschule ein Teil des Gewinns verloren. Deshalb erfahren wir immer wieder, wie Fahrschüler durch sanften Druck zum Kauf des Lehrmaterials in der Fahrschule “überredet” werden. Die Argumente sind dabei immer dieselben:

 

  • Der Lernfortschritt oder Kenntnisstand in der Theorieausbildung kann nur mit “unserem” Lehrmaterial überprüft werden.
  • Nur wenn mit “unserem” Lehrmaterial regelmäßig Vortests gemacht werden, können wir Sie zur Theorieprüfung vorstellen.
  • Nur “unser” Lehrmaterial enthält alle Fragen des aktuellen amtlichen Fragenkatalogs.
  • Nur “unser” Lehrmaterial enthält die Fragen, die auch in der Theorieprüfung geprüft werden.
  • Nur mit “unserem” Lehrmaterial erfolgt eine optimale Verknüpfung von theoretischem und praktischem Unterricht.

Hier sollte eines klar gestellt werden: Das Abarbeiten der amtlichen Prüfungsfragen darf laut Gesetz nicht Bestandteil des Theorieunterrichts sein. Deshalb ist es sehr zweifelhaft, dass mit dem Lehrmaterial aus der Fahrschule eine bessere Verknüpfung von Theorieunterricht und Prüfungsvorbereitung stattfindet. Wenn Sie mit einem Online-Lernsystem oder einer Smartphone-App lernen, können Sie Ihrem Fahrlehrer jederzeit zeigen, wie viel Sie schon gelernt haben. Beispielsweise können nach einer kostenlosen Registrierung für die Testversion des Lernsystems von Fahrschule.de oder in unseren kostenlosen Testbögen Prüfungssimulationen durchgeführt werden. Wenn eine App für Smartphone oder Tablet zum Lernen verwendet wird, kann der Fahrschüler in der Fahrschule auf diesem Gerät eine Prüfungssimulation machen.

Bleiben Sie deshalb standhaft, wenn man Ihnen unbedingt Lehrmaterial “andrehen” will. Sagen Sie Ihrer Fahrschule, dass Sie selbst auswählen wollen, womit Sie lernen. Ein Ampelsystem oder ein geführter Lernweg sind vor allem Marketinginstrumente zur Verkaufsförderung. Zur optimalen Vorbereitung auf die Theorieprüfung brauchen Sie ein Lernsystem, das sich Ihre Fehler merkt, Ihre Schwächen kennt und Ihnen hilft, die teilweise doch sehr unverständlich formulierten Fragen zu verstehen. Jede Frage sollte verständlich erklärt werden und zwar so, dass die Erklärung sofort zugänglich ist und nicht noch in einem Lehrbuch nachgeschlagen werden muss. Variationen zu den Mutterfragen sollten im Lehrmaterial vorhanden sein, damit Sie sich daran gewöhnen, dass derselbe Inhalt in völlig unterschiedlicher Form geprüft werden kann. Alle seriösen Lehrmittelhersteller aktualisieren Ihre Lehrmittel und den darin enthaltenen amtlichen Fragenkatalog rechtzeitig, bevor Änderungen wirksam werden.

Gute Fahrschulen sind nicht auf die Gewinne aus dem Verkauf von Lehrmaterial angewiesen und bieten Ihren Fahrschülern kostenlose Vortests zur Überprüfung des Lernfortschritts an, die nicht an den Kauf von Lehrmaterial gekoppelt sind. Leider verkaufen immer mehr Fahrschulen ihre eigene Leistung (Fahrstunden und Grundgebühr) so billig, dass sie dann die Einnahmen aus Fremdleistungen (Lehrmaterial) benötigen, um überhaupt überleben zu können. Fragen Sie deshalb bevor Sie Ihren Ausbildungsvertrag unterschreiben nach, ob Sie Lehrmaterial von der Fahrschule kaufen “müssen” und wie die Fahrschule feststellt, ob Sie prüfungsreif für die Theorieprüfung sind. Falls Sie auf diese Fragen keine zufriedenstellenden Antworten bekommen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie wirklich eine gute und günstige Fahrschule gefunden haben.

Sind die Prüfungsfragen genau gleich wie die Lernfragen?
Die Lernbögen unserer Partner sind aus dem amtlichen Fragenkatalog des Bundesministerium für Verkehr. Diese entsprechen genau den Prüfungs-Fragebögen der Führerschein-Theorieprüfung, nur dass die Fragen in der Theorieprüfung unterschiedlich vermischt sein können.
Welche Fragenänderung gibt es ab April 2018?
Zum 1. April 2018 ändert sich die Zusammenstellung des amtlichen Fragenkatalogs,  mit dem du für deine Theorieprüfung lernst. Es gibt neue Video- und Bildfragen und auch inhaltlich einige Veränderungen. 9 Fragen sind neu und 32 Fragen wurden überarbeitet.

Was ändert sich genau?

19 neue Fragen im Grundwissen für alle Klassen

9 neue Fragen im Mofa-Grundwissen

15 neue Fragen in Klasse B

12 neue Fragen in Klasse A

11 neue Fragen in Klasse C

5 neue Fragen in Klasse D

1 neue Frage in der Klasse T

Was kannst ich gegen Prüfungsangst tun?
“Herr Fahrlehrer ich sage Ihnen gleich ich bin kein Prüfungsmensch!” So oder ähnlich klingen die Worte eines aufgeregten Fahrschülers vor seiner praktischen Prüfung. Dies ist nur allzu verständlich in dieser Situation, denn die meisten Menschen sind keine Prüfungsmenschen. Was aber tun, wenn die Ängste so groß werden, daß plötzlich nur noch eine große Leere im Kopf ist? Dass man plötzlich Fehler macht, die man sonst noch nie in der Fahrausbildung gemacht hat?

Hier sei an den Spruch eines Fahrlehrers erinnert, der die Situation nur zu treffend beschreibt: “Der Fahrlehrer kennt seinen Fahrschüler sehr genau, aber nicht immer seinen Prüfling!”

Deshalb an dieser Stelle einige Tipps, wie der Druck vor oder während der Prüfung ein wenig vermindert werden kann:

  • Du und Ihr Fahrlehrer sollten vor der Prüfungsfahrt davon überzeugt sein, dass du es schaffen wirst. Eine solide Vorbereitung vor der Prüfung ist das beste Ruhekissen. Sprüche, wie “Wir können es ja mal probieren, vielleicht klappt’s ja schon.” bauen nur zusätzlichen Druck auf und sollten vermieden werden.
  • Simuliere in den letzten Fahrten deiner praktischen Ausbildung eine Prüfungsfahrt und werten diese gemeinsam mit deinem Fahrlehrer aus.
  • Lege deinen Prüfungstermin nicht in Phasen anderer beruflicher oder persönlicher Höhepunkte, wie z.B. andere Prüfungen in Schule oder Beruf, allg. Streßsituationen auch privater Art.
  • Erzähle nicht überall herum, wann dein Prüfungstermin sein wird. Du schleppst dann nur noch zusätzlich den Erwartungsdruck der Mitwisser mit dir herum. Wenn überhaupt, spreche nur mit Personen darüber, die dir Mut machen und dich bestärken können. Leute, die nur zusätzliche Hektik verbreiten, solltest du von deiner Prüfung erst erzählen, wenn du sie bestanden hast.
  • Höre nicht auf die Horrorgeschichten von Leuten, die mal durchgefallen sind! Nur wenige werden bereitwillig zugeben, dass ihnen ein grober Fehler unterlaufen ist. Nicht selten wird von bösen Prüfern gesprochen und über deren Wiedererscheinen Angst und Schrecken verbreitet.
  • Lenke dich am Abend vor deiner Prüfung ein wenig ab. Durch vorheriges stundenlanges Studium des Lehrbuches wirst du nichts Neues mehr entdecken. Du kannst alles!
  • Erscheine ausgeruht und pünktlich zur Prüfungsfahrt. Nehme dir möglichst vorher zum “Warmfahren” noch eine Fahrstunde. So kannst du dich in Ruhe bestens vorbereiten.
  • Vermeide die Einnahme von Beruhigungsmitteln. Sie lindern nicht die “Prüfungsangst,” sondern verringern nur deine Aufmerksamkeit und Konzentration bzw. dein Reaktionsvermögen.
  • Denke immer daran: Prüfer sind keine Götter. Sie wissen, dass du noch nicht alles wie ein alter Hase kannst. Es gibt keine fehlerfreien Prüfungsfahrten! Konzentrieren dich auf das Wesentliche.
Was passiert, wenn ich die Theroieprüfung nicht bestehe?
Das kann passieren und ist zwar ärgerlich, aber nicht weiter schlimm. Du kannst die theoretische Führerschein-Prüfung nach 2 Wochen wiederholen.

PRAXIS

Letzte Aktualisierung: 03.06.2018

Die praktische Führerscheinprüfung

Eine Fahrerlaubnis verschafft dem Inhaber ein Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit. Doch das Führen eines Kfz im Straßenverkehr geht auch mit einer großen Verantwortung einher. Deswegen muss jeder Führerscheinbewerber erst einmal nachweisen, dass er die Fähigkeiten besitzt, ein Fahrzeug den Regeln der Straßenverkehrsordnung (StVO) entsprechend führenzu können.

Zu diesem Zweck muss jeder Fahrschüler zwei Prüfungenabsolvieren: jeweils eine in Theorie und Praxis. Die praktische Führerscheinprüfung bildet im Optimalfall beim ersten Anlauf den Abschluss der Führerscheinausbildung.

Wie läuft die praktische Fahrprüfung eigentlich ab? Was passiert mit Führerscheinbewerbern, die durch die praktische Prüfung durchgefallen sind? Diesen Fragen widmet sich der nachfolgende Ratgeber. Außerdem erhalten Sie für die praktische Führerscheinprüfung wertvolle Tipps, damit die beim ersten Anlauf gelingen kann.

Hier ein paar Fragen und Antworten ...

Voraussetzungen für die praktische Fahrprüfung
Um für den Erwerb vom Führerschein für die praktische Prüfung zugelassen zu werden, musst du als Fahrschüler einige Voraussetzungen erfüllen. Zum einen müssen die erforderlichen Pflichtfahrstunden (Nacht-, Autobahn- und Überlandfahrt) absolviert sein.

Zum anderen musst du, bevor du die Prüfungsfahrt antreten darfst, die Theorieprüfung bestehen. Sind beide Voraussetzungen erfüllt, muss der Fahrlehrer noch das „Go“ geben.

Dieser wird eine Anmeldung für die praktische Fahrprüfung erst veranlassen, wenn er sich der Fähigkeiten seines Fahrschülers bzw. deiner Fähigkeiten sicher ist. Schließlich ist es recht teuer, durch die praktische Führerscheinprüfung durchzufallen (ca. 90 Euro).

Neben den formalen Voraussetzungen, damit die Prüfung zum Führerschein angetreten werden darf, ist auch wichtig, dass du dich in Absprache mit dem Fahrlehrer bereit fühlst, die letzte Hürde auf dem Weg zur Fahrerlaubnis zu überwinden.

Wie ist der übliche Ablauf der Fahrprüfung?
Oft herrscht das Vorurteil, dass der Erfolg der praktischen Fahrprüfung vom Wohlwollen des Fahrprüfers abhängt. Dies ist allerdings nicht wahr. Auch der Fahrprüfer kann nicht willkürlich entscheiden. Gemäß Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) herrschen genaue Kriterien, die über das Bestehen oder Durchfallen bezogen auf die praktische Fahrprüfung entscheiden.

Du musst also das Gelernte aus der Fahrschule in der Prüfung nachweisen. Je nach Führerscheinklasse gibt es spezifische Aufgaben, die den Prüfling erwarten können. Für die Führerscheinklasse B sind beispielsweise drei Grundfahraufgaben vorgesehen. Folgende Aufgaben können vom Prüfer gestellt werden:

    • fahrtechnische Vorbereitung,
    • Lenkradhaltung,
    • Verhalten beim Anfahren,
    • Gangwechsel,
    • Steigung und Gefällstrecken,
    • automatische Kraftübertragung,
    • Verkehrsbeobachtung und Beachtung der Verkehrszeichen und -einrichtungen,
    • Fahrgeschwindigkeit,
    • Abstand halten vom vorausfahrenden Fahrzeug,
    • Überholen und Vorbeifahren,
    • Verhalten an Kreuzungen und Einmündungen, Kreisverkehren und Bahnübergängen,
    • Abbiegen und Fahrstreifenwechsel,
    • Verhalten gegenüber Fußgängern sowie an Straßenbahn- und Bushaltestellen,
    • Fahren außerhalb geschlossener Ortschaften und
    • fahrtechnischer Abschluss der Fahrt.

Für die praktische Fahrprüfung musst du dich also auf mindestens drei dieser Aufgaben einstellen. Mit guter Vorbereitung in der Fahrschule sollte dies allerdings kein Problem darstellen. Durch die Fahrstunden wirst du bestmöglich auf die praktische Fahrprüfung vorbereitet.

Ob du die praktische Fahrprüfung bestehst, hängt also nicht vom Wohlwollen des Fahrprüfers ab. Das eigene Können ist vielmehr entscheidend.

Wie lange dauert eine praktische Fahrprüfung?
Der nachfolgenden Tabelle kannst du entnehmen, wie lange die praktische Prüfung zum Führerschein in der jeweiligen Klasse angesetzt ist. In der Praxis können diese Zeiten leicht variieren, sie dienen allerdings als Richtwert.

 

FÜHRERSCHEINKLASSE DAUER DER PRAKTISCHEN FAHRPRÜFUNG (in Minuten)
A1 45
A 60
A2 60
B 45
BE 45
C 75
CE 75
C1 75
C1E 75
D 75
DE 70
D1 75
D1E 70
AM 45
T 60
Welche Fragen können vom Prüfer bei einer praktischen Führerscheinprüfung kommen?
Während die praktische Prüfung fürs Auto läuft, kann es auch vorkommen, dass der Fahrprüfer einige Fragen stellt. Keine Sorge: Er wird nicht von dir verlangt, komplizierte Rechnungen zum Bremsweg oder ähnliches während der Fahrt anzustellen.

In der Regel werden die Fragen schon vor der Abfahrt oder nachdem du wieder am Abfahrtort angelangt bist gestellt. Dabei kann der Prüfer beispielsweise erfragen, wie du ermitteln kannst, ob die Profiltiefe von deinem Reifen ausreichend ist.

Zudem kann der Fahrprüfer durch Fragestellungen überprüfen, ob du mit allen Funktionen des Kfz vertraut bist. „Schalten Sie bitte das Abblendlicht ein“, könnte beispielsweise als Aufforderung erfolgen.

Du musst also keine Angst vor den Fragen des Prüfers haben. Es handelt sich um ganz grundsätzliche Dinge, die du in aller Regel schon früh in deiner Zeit bei der Fahrschule gelernt hast.

Wie viel kostet eine praktische Führerscheinprüfung?
Die praktische Fahrprüfung ist natürlich nicht kostenlos. Je nach Fahrschule variieren die Preise, die für das „Anmieten“ des Fahrschulautos anfallen. Auch der Fahrlehrer muss natürlich bezahlt werden. Erkundigen dich am besten schon bei der Anmeldung in der Fahrschule, welche Kosten auf dich zukommen werden.

Zudem ist auch beim TÜV, welcher die praktische Fahrprüfung abnimmt, eine Prüfungsgebühr zu entrichten. Diese richtet sich maßgeblich nach der angestrebten Führerscheinklasse. Für den Autoführerschein fallen aktuell 91,75 Euro an.

Wie komme ich am besten durch die Führerscheinprüfung?
Wird die praktische Prüfung mit dem Auto angetreten, ist der Prüfling in aller Regel verständlicherweise aufgeregt. Prüfungsangst kann zu Fehlern führen, die unter normalen Umständen nicht passieren würden.

Im Folgenden geben wir dir für die Führerscheinprüfung einige Tipps an die Hand, die es Ihnen erleichtern sollen, an diesem bedeutenden Tag die Nerven zu behalten:

  • Bewahre Ruhe und besinne dich auf das gelernte aus der Fahrschule. Wäre der Fahrlehrer nicht der Meinung, dass du für die Prüfung bereit bist, hätte er die Anmeldung nicht in die Wege geleitet.
  • Gibt der Fahrprüfer während der Prüfungsfahrt Anweisungen, die du nicht verstehst, scheue dich nicht nachzufragen. Das hinterlässt weder einen schlechten Eindruck noch führt es dazu, dass du die praktische Fahrprüfung nicht bestehst.
  • Während der Fahrt darfst du den Blick in die Spiegel nicht vergessen. Überprüfe auch stets die gefahrene Geschwindigkeit.
  • Gibt es keine Anweisung vom Fahrprüfer, musst du geradeaus fahren. Achte allerdings immer auf entsprechende Verkehrsschilder, diese können beispielsweise die Vorfahrt regeln oder ein Tempolimit vorgeben.
  • Wichtig ist außerdem, dass du Fußgänger und Radfahrer nicht außer Acht lässt, wenn du beispielsweise abbiegst.
Durch die praktische Fahrprüfung gefallen - was passiert dann?
Hat ein Prüfling die Führerscheinprüfung nicht bestanden, kann dies unterschiedliche Gründe haben. Ein kleiner Fehler führt in der Regel nicht automatisch dazu, dass keine Fahrerlaubnis erteilt wird. Häufen sich diese oder es kommt zu groben Missachtungen der Verkehrsregeln, fällt der eine oder andere Betroffene aber schon einmal durch.

Doch keine Sorge, du kannst die Führerscheinprüfung wiederholen. Allerdings muss dann auch die Prüfungsgebühr erneut entrichtet werden. Hast du nicht bestanden, empfiehlt es sich, die eine oder andere Fahrstunde zu Übungszwecken zu besuchen. So kannst du dich optimal auf den zweiten Versuch vorbereiten.

Gut zu wissen: Für die praktische Fahrprüfung liegt die Durchfallquote durchschnittlich in Deutschland bei etwa 25 Prozent.

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