Die Horrorvorstellung eines Jeden der einen Führerschein besitzt ist, dass ihm dieser eines Tages entzogen wird – und das für länger als für “nur” vier Wochen, inklusive einer MPU.
Aber was bedeutet MPU eigentlich, wie kann es soweit kommen und was passiert, wenn es soweit ist? All die Fragen beantwortet dir Eddy hier.

Wofür genau steht und ist die MPU?

MPU steht für “Medizinisch-Psychologische Untersuchung”, im Volksmund auch gerne Idiotentest genannt. Sie gibt es seit 1954 in Deutschland. Die MPU beurteilt die Fahreignung des Antragstellers. Der Antragsteller ist in dem Fall der, der gegen das Gesetz verstoßen hat und seinen Führerschein zurück haben möchte.

Wie kann es dazu kommen, dass mir der Führerschein entzogen wird ?

Die häufigste Ursache für einen Führerscheinentzug inklusive einer darauffolgende MPU ist Alkohol am Steuer (ab 1,6 Promille)! Außerdem wird einem der Führerschein entzogen, wenn:
  • erhebliche Bedenken, was die körperliche und geistige Eignung des Führerscheinbesitzers bestehen;
  • derjenige erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Vorschriften oder gegen Gesetze verstoßen hat;
  • oder wenn das Risiko für eine erneute Auffälligkeit besonders hoch ist.
Letzteres aus dem einfachen Grund, da man inzwischen aus Studien weiß, dass nach bestimmten Auffälligkeiten (beispielsweise und vor allem nach einer Trunkenheitsfahrt ab 1,6 Promille) die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Auffälligkeit besonders hoch ist.

Doch was, wenn der Fall eingetreten ist und der Führerschein weg ist?

Zuerst einmal wird das MPU- Gutachten von dem für Sie zuständigen Straßenverkehrsamt angefordert. Man sollte sich auch bewusst machen, dass dieser ganze Prozess nicht innerhalb weniger Tage abgeschlossen ist und man sich ausführlich auf die MPU vorbereiten muss. Dafür gibt es auch Beratungsstellen, die die ersten Fragen klären und einen darauf vorbereiten, was einen erwarten wird. Die Teilnahme einer Beratung ist freiwillig, sie kann die Chancen auf eine positive MPU erhöhen, ist aber kein garant dafür! Bei einem Beratungsgespräch bekommst du auf nahezu all deine Fragen eine Antwort, beispielsweise, was auf Dich zukommt und wie es ab jetzt am Besten weitergeht. Davon abgesehen erhältst du Empfehlungen, was du noch tun musst um deine Chancen für eine positive MPU zu verbessern. Der Berater/die Beraterin wird Dir am Ende der Beratung ein schriftliches Beratungsergebnis aushändigen. Im Falle weitergehender Empfehlungen wird dort genau stehen, welche ergänzenden Schritte Du gehen solltest, welche medizinischen Nachweise notwendig sind und wann eine MPU für Dich frühestens in Frage kommt.

Die Vorbereitung

Falls Du dich für eine Beratung entschieden hat, geht es an die Vorbereitung: Fragen wie: “Warum hat man sich so verhalten ?” “Wie konnte es soweit kommen?” “Was kann ich daraus lernen?” “Was kann und möchte ich in Zukunft anders machen?” All diese Fragen sind im Vorfeld einer MPU sehr wichtig!

Die MPU

Nachdem das MPU-Gutachten von dem für Dich zuständigen Straßenverkehrsamt angefordert wird, musst Du dich anschließend bei einer Begutachtungsstelle Deiner Wahl zur MPU anmelden und die Prüfung absolvieren.
“Richtigen Antworten” auf die “Fragen in der MPU” solltest Du nicht erwarten.
Noch weniger, dass es im besten Fall – möglicherweise sogar mit einer “Erfolgs- oder Geld-Zurück-Garantie” funktioniert.
Dies wird sicherlich nicht der Fall sein.
Die verkehrspsychologische Vorbereitungsmaßnahme kann Dich dabei im Vorfeld individuell und nachhaltig unterstützen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Am Ende kommt es alleine auf einen selbst an.
Erst bei Vorlage eines positiven Gutachtens dürfen die Führerscheinstellen einem eine Fahrerlaubnis erteilen bzw. Deinen alten Führerschein wieder aushändigen.

Kosten

Billig wird’s nicht! Die Kosten für eine MPU hängen vom Umfang der Untersuchung und der Fragestellung (Alkohol, Drogen, Punkte) ab. Durchschnittlich können und sollten Betroffene aber mit reinen MPU Kosten von rund 450,00 Euro rechnen. Doch damit nicht genug! Hinzu kommen die Kosten für die Beratung und die Vorbereitung. Je nach Ausführlichkeit der Beratung und der Einsicht des Betroffenen, kommst du schnell zu einem Endpreis von 1.500 € und mehr! Man sollte sich am besten im Vorfeld bei einer MPU- Stelle erkundigen.